Kapitel 2. Produkte

Inhaltsverzeichnis

ImageModeler
PhotoModeler
iModeller
D Sculptor
3D Software Object Modeller

Obwohl für bildbasierte Modellierung schon seit geraumer Zeit Software existiert, wurde diese erst in den letzten Jahren tatsächlich einsatztauglich. Eine Reihe namhafter Anwendungen hat sich mittlerweile gebildet. Welche mit unterschiedlichen Algorithmen möglichst genaue und detailgetreue Modelle erzeugen. [Belgrave 2004]

RealViz hat mit ImageModeler eine mächtige bildbasierte Modellierungssoftware im Angebot. Die Benutzeroberfläche ist gut durchdacht und einfach zu handhaben (Vgl. Abbildung 2.1). Ein kleines Hilfefenster am unteren Rand bietet zusätzliche Unterstützung. Bereits zwei Fotografien reichen für ein erstes 3D-Modell aus. In jedem Bild müssen nun mindestens sieben Markerpunkte gesetzt werden. Bei ausreichender Anzahl startet ImageModeler selbstständig den Kalibrierungsprozess, d.h. Kamerapositionen und geometrische Dimensionen werden errechnet. Das Setzen, Verschieben und Löschen der Punkte funktioniert mit Hilfe der Toolbar schon sehr gut. Erfahrene Anwender erfreuen sich an dem guten Zusammenspiel von Tastatur und Maus, obwohl das Mausrad keine Verwendung zu finden scheint.

Nach erfolgreicher automatischer Kalibrierung lässt sich das Ergebnis weiter verbessern. Da Gebäude theoretisch wohl konstruiert sind, kann man rechte Winkel oder Flächen definieren. Sind diese richtig gesetzt, führt dies zu einer deutlichen Verbesserungen der Kalibierung und gleicht auch Kameraverzerrungen aus. Werden sie falsch gesetzt, kann dies allerdings auch zu einer sehr schlechten Darstellung führen.

Ein wichtiges Einsatzgebiet von ImageModeler ist die Bauwerk-Vermessung. Ist die tatsächliche Entfernung zweier Markerpunkte bekannt, kann diese als Referenzstrecke angegeben werden. Damit lassen sich dann alle weiteren Entfernungen zwischen zwei Markerpunkten bestimmen und so das komplette Gebäude vermessen. Das interessantere Einsatzgebiet ist aber die Erstellung eines 3D-Modells. Eine Möglichkeit besteht im Setzen von geometrischen Primitiven. Verbindet man beispielsweise entsprechend gesetzte Markerpunkte zu einem Quader, kann man diesen extrahieren und als 3D-Objekt verwenden. Für den Export des fertigen Objekts stehen die gängisten Formate, wie Maya, Wavefront, Lightwave oder 3D Studio Max, zur Verfügung. [Belgrave 2004][Darby 2001][ImageModeler WS]